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seit dem 1. Januar 2023 Pfarrei Saarbrücken Heiliger Christophorus

Aktuelles

13.09.2023

Pfarrbrief 7/23 (17.9.-29.10.)

Pfarrbrief Nr.7 2023 Endfassung.pdf

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Liebe Pfarrangehörige,

das Titelbild zeigt die Darstellung, die sich neben der Rosenkranzbasilika in Pompeji findet. Zu sehen ist Maria, die Gottesmutter, die ihren Sohn Jesus auf ihrem Arm trägt. Die Kugel steht für die Erde, die von Maria beschützt wird. Die Taube mit einem Ölzweig im Schnabel symbolisiert den Frieden, den die Welt zu jeder Zeit braucht. Unten ist betend der Heilige Johannes Paul II. dargestellt, zu dessen Lieblingsgebeten der Rosenkranz gehörte und der dazu ein eigenes Schreiben verfasst hat. Aus diesem Schreiben “Rosarium Virginis Mariae” möchte ich einige wenige Passagen zitieren und Sie auf diese Weise einladen, besonders im Monat Oktober die Geheimnisse des Rosenkranzes zu betrachten und zu beten.

“Tatsächlich ist der Rosenkranz, wenn auch von seinem marianischen Erscheinungsbild her charakterisiert, ein zutiefst christologisches Gebet. In der Nüchternheit seiner Teile vereinigt er in sich die Tiefe der ganzen Frohen Botschaft, für die er gleichsam eine Kurzfassung ist.”

“Das Betrachten der freudenreichen Geheimnisse bedeutet demnach ein Eintreten in die letzten Beweggründe und in die tiefe Bedeutung der christlichen Freude. Maria führt uns dazu, das Geheimnis der christlichen Freude aufzunehmen, indem sie uns daran erinnert, daß das Christentum vor allem Evangelium, die »gute Nachricht« ist, die ihren Mittelpunkt, besser ihren ganzen Inhalt, in der Person Jesu Christi, im fleischgewordenen Wort, dem einzigen Erlöser der Welt hat.”

“Wenn wir von der Kindheit und dem Leben in Nazareth zum öffentlichen Wirken Jesu übergehen, führt uns die Betrachtung zu jenen Geheimnissen, die in besonderer Weise »Geheimnisse des Lichtes« genannt werden können. Tatsächlich ist das ganze Geheimnis Christi Licht. Die Präsenz Mariens bleibt in diesen Geheimnissen im Hintergrund mit Ausnahme der Hochzeit zu Kana.”

“Die schmerzhaften Geheimnisse führen den Glaubenden dazu, den Tod Christi nachzuleben, indem er sich neben Maria unter das Kreuz stellt, um mit ihr in die Tiefe der Liebe Gottes für den Menschen einzudringen und daraus die ganze neubelebende Kraft zu erfahren.”

“Der Rosenkranz drückt schon immer diese Glaubensgewißheit aus und lädt die Gläubigen dazu ein, über das Dunkel der Passion hinauszugehen, um den Blick auf die Herrlichkeit Christi in Auferstehung und Himmelfahrt zu richten. In der Betrachtung des Auferstandenen entdeckt der Christ die Gründe seines Glaubens. Die glorreichen Geheimnisse nähren so in den Gläubigen die Hoffnung auf das eschatologische Ziel, zu dem sie als Glieder des durch die Geschichte pilgernden Gottesvolkes unterwegs sind. Dies kann sie nur zu einem mutigen Zeugnis für die »Frohe Botschaft« anspornen, die ihrer ganzen Existenz Sinn verleiht.”

“Seiner Natur nach ist der Rosenkranz auf den Frieden ausgerichtet. Dies ergibt sich aus der Tatsache, daß dieses Gebet in der Betrachtung Christi des Fürsten des Friedens besteht, der »unser Friede« ist (Eph 2, 14). Wer das Christusgeheimnis verinnerlicht – und genau darauf zielt der Rosenkranz ab –, eignet sich das Geheimnis des Friedens an und macht es zu seinem Lebensentwurf.”

“Im prachtvollen Heiligtum, das der selige Bartolo Longo, der Apostel des Rosenkranzes, zu ihrer Ehre erbaut hat, werfe ich mich geistig vor ihrem Bilde nieder. Gerne mache ich mir die berührenden Worte zu eigen, mit welchen er die berühmte Bitte an die Königin des Heiligen Rosenkranzes beschließt: »O Rosenkranz, gesegnet von Maria, süße Kette, die uns an Gott bindet, Band der Liebe, das uns mit den Engeln vereint, Turm des Heiles gegen die Angriffe der Hölle, sicherer Hafen im allgemeinen Schiffbruch, dich lassen wir nie mehr los. Du, unsere Stärke in der Stunde des Todes. Dir gilt der letzte Kuß unseres Lebens, wenn wir sterben. Der letzte Gruß unserer Lippen sei dein holder Name, o Königin des Rosenkranzes von Pompeji! O gute Mutter, du Zuflucht der Sünder, erhabene Trösterin der Betrübten, sei überall gepriesen, heute und immer im Himmel und auf Erden!«.”

Mögen die Gottesmutter und der Hl. Johannes Paul uns Helfer im Gebet sein!

Herzliche Grüße,
Euer Pastor

f_gusenburger - 17:51 @ Pfarrbrief | Kommentar hinzufügen